Geschichte der SAE Frankfurt

Von damals bis heute


Als zweite Schule in Deutschland öffnete nach der SAE München im März 1986 die SAE Frankfurt für den engagierten Ton-Nachwuchs ihre Pforten. Damals legten 54 Audio Engineer Studenten den Grundstein zu ihrer Karriere hinter den Kulissen des Studio- und Musik-Business. Die Räumlichkeiten befanden sich im zweiten Stock einer Büroetage im Frankfurter Bahnhofsviertel. In zwei Klassenräumen, einem Aufnahmeraum, zwei Regieräumen sowie einem Edit-Raum wurde fleißig gelernt, mikrofoniert, musiziert, aufgenommen und gemischt. Unsere Studenten arbeiteten damals mit analogen Mischpulten von TAC, TASCAM und MITEC. Aufgenommen wurde mit einer 16-Spur 1“-Bandmaschine von TASCAM. Analoger Bandschnitt gehörte genauso zum Pflichtprogramm wie das Einfliegen von Stereo-1/4“-Takes in Mehrspurproduktionen. Lang ist´s her! (Bild 1: Alte Schule)


Bereits vier Jahre später platzte die Schule quasi aus allen Nähten und der Umzug in ein größeres Gebäude wurde im Sommer 1991 vollzogen. Noch heute befindet sich die
Schule im nördlichen Frankfurter Stadtteil Preungesheim an der Homburger Landstraße. Die Immobilie wurde ursprünglich im Jahr 1976 von der Familie Caspary als Kirchengebäude für die freie evangelische Gemeinde des Nazareners gebaut. Wo einst der Altar stand, befindet sich heute das große analoge NEVE-Mischpult des Studio 1 der SAE. Der großvolumige Gemeinderaum unter dem pyramidenförmigen Holzdach wurde zu einem hervorragend klingenden Aufnahmeraum umgebaut. Unter der Leitung von Ulli Pallemanns (Manager/Engineer, Studios 301 Köln) und Ulli Schiller (Manager/Engineer, SAE Frankfurt) entstand so ein Studio-Schul-Komplex mit einem ganz besonderen Flair. (Bild: Alte Fassade der Kirche)


Nach 10 Jahren Audio-Ausbildung sollte auch die Frankfurter Schule dem großen Interesse an einer  qualifizierten Multimedia-Ausbildung gerecht werden. Für diese zusätzliche Nutzung war das bestehende Gebäude allerdings deutlich zu klein. Nachdem sich einige Architekt
en vergebens um die Konstruktion einer entsprechenden Aufstockung bemüht hatten, gelang es dem Heidelberger Architekten, Peter Thiery, eine Stahlkonstruktion zu planen, die in der Fachwelt als Umbauung bezeichnet wird. Im Jahr 2001 bezogen wir unsere neue Multimedia-Abteilung auf 130 qm im 2. Stock, in einem statisch auf Stahlstützen freistehenden Gebäude, das noch heute den Beinamen „Die Bohrinsel“ trägt. (Bild: Stahlrohbau)


Das Jahr 2003 stand ganz im Zeichen des Digital-Films und somit entstand ein dritter, spannender Fachbereich. Abermals musste zusätzlicher Platz für weitere Studios und
Übungsplätze geschaffen werden. Dazu wurde eine ehemalige Schreinerei im Rückgebäude der Homburger Landstraße 182  komplett entkernt und umgebaut. Dort befinden sich heute drei Klassenräume, eine Bluebox sowie ein bistroartiger Aufenthaltsraum für unsere Studenten. Im Sommer wird der mit Gartenmöbel ausgestattete Innenhof von unseren Studenten gerne zum Relaxen benutzt. (Bild: Bistro)
 
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by Ulli Schiller