Wir gingen des morgens ins Studio und lebten 10 Jahre lang einen Traum. Die Irren hatten die Anstalt übernommen!
Ulli Schiller und Klaus Bongaertz im Winter 1980 (Prison Studio, Verl)

Wer mehr als 24 Spuren für eine Popmusikproduktion benötigt, macht etwas falsch.

Put Dreck on the track!!

Wende der digitalen Audiotechnik niemals Deinen Rücken zu.

Ein Geheimnis für das Erstellen eines großartigen Masters ist ein großartiger Mix als Ausgangsmaterial.

Ein perfekter Mix benötigt möglicherweise kein Mastering.

Mastering ist die Kunst der Kompromisse.

Mastering ist eine Kunst und eine Wissenschaft zugleich, die ausschließlich Experten vorbehalten ist. Wirkliche Experten sind i. d. R. selten!

Das Tragen einer Pudelmütze bis weit über die Ohren hinaus, wirkt nahezu wie ein 2 kHz Notch-Filter.

Es gibt keine schlechte Musik, aber dafür jede Menge schlecht gemachte Musik.

Reproduzierte Musik ist eine Illusion - nicht mehr und nicht weniger!

Der Teufel steckt im Detail. Die letzten 10 % Deines Mixes beanspruchen 90 % Deiner Zeit.

In Deinem CD-Regal findest Du Hunderte Mixdown-Seminare. 

Man entnimmt den Bewegungen der Zeiger des Summen-VU´s ob ein Mix klingt oder nicht.

Probleme mit Studio Monitoren müssen in den Monitoren gelöst werden. Raumprobleme sind in den Räumen zu lösen!

Listen, don´t look!

Lärm ist Gestank für´s Ohr!

Als Fan analoger Vintage Tools solltest Du wissen, an welchem Ende Dein Lötkolben warm wird. Hast Du überhaupt einen?

Für wie viele Leute mache ich hier eigentlich den Kopfhörer-Mix?

Nachdem Du innerhalb der letzten 2 Stunden alle Instrumente Deines Mixes lauter gemacht hast, hättest Du stattdessen anfangs gleich Deine Abhörlautstärke erhöhen sollen.

Fader wollen stets hoch hinaus.

Ist hier jemand im Raum der imstande ist, auf die musikalische Dynamik zu hören, während ich an dem Kompressor herumdrehe?

Frage eines Praktikanten: „Sind die VU-Meter kaputt?“
Antwort Ton.-Ing.: „Nein!“
Der Praktikant denkt: „Und warum bewegen die sich nicht?“
Der Praktikant sagt: „Ach so, das liegt vermutlich an Deiner Bus-Kompression!“ 
Der Kunde lautstark: „Klingt wie im Radio, oder?“

Wer kann was?
Was der Musiker nicht kann, muss der Ton-Ing. erledigen. Was dieser nicht kann, besorgt für ihn irgend eines seiner ungezählten PlugIn´s.

Die Phasen des Einspielens mit Click:
Der Ton-Ing. fragt die Band: „Spielt Ihr den Song mit Click ein?“
Antwort der Band forte fortissimo unisono im Chor.: „Selbstverständlich!“
Der Drummer während des Cue Checks: „Ich brauche den Click wesentlich lauter, sonst bin ich nicht tight“
Ton.-Ing: „Kein Problem!“ 
Drummer: „Statt der Claves brauche einen Rim-Shot auf der Zwei“
Ton.-Ing: „Kein Problem!“
Drummer: „Bitte noch einen Achtel-Shaker zum Click“
Ton.-Ing: „Kein Problem!“
Drummer: „Können wir das Tempo mal um 2 BPM erhöhen.“
Ton.-Ing: „Kein Problem!“
Drummer: „Das klappt alles nicht, wir spielen die Nummer ohne Click“
Ton.-Ing: „Kein Problem!“
Die Band einstimmig: „Für unsere Musik ist das Einspielen mit Click eher ungeeignet“
Der bewusst dienstleistende Ton.-Ing. denkt: „Kein Problem, denn der Kunde ist König ....“

Hey, Ton-Ingenieur! Wenn ich meinen Marshall leiser mache, dann geht er aus!

Batterien gehören in Taschenlampen aber nicht in E-Gitarren.

Manchmal verhält sich Hall im Mix wie Öl auf Wasser. Ergo: „nixmix!“

Eine Beobachtung aus der hiesigen Tanz-Mucker- oder besser gesagt, Schwein-Mucker Szene:
Ein engagierter Schlagzeuger fällt mindestens einmal pro Abend/Gig in sein Set. Er schließt es somit volltrunken aber liebevoll in seine Arme ...

Verdammt Unangenehm, wenn die Abkürzung PPM als Phantom Power auf alle Mikros gedeutet wird .... (gelesen in der Klausur eines SAE Studenten)

Es war Anna die log, als uns Digi ins finstere Tal führte!
(aufgeschnappt während eines gemeinsamen Abendessens mit Dirk Brauner (Brauner Microphones); erdacht von Stefan Reichmann (Haldern Pop Festival))

Leicht angetrunkener Zuschauer vor einem Punk-Konzert, das infolge technischer Probleme einfach nicht beginnen will:
Anfangen oder ich fresse die Pauke!

An dieser Stelle kurz ein Country-Witz aus´m Studio zwischendurch:
Frage: Wie viele Country-Mucker werden benötigt, um im Regieraum die defekte Glühlampe in der Leuchte über dem Mischpult auszuwechseln?
Antwort: Klare Sache, genau zwei! Einer steht mit gebeugten Knien, den Kopf streng im Nacken auf der SSL stehend und schraubt das neue Stück in die Fassung, während der andere mit seiner Klampfe auf dem ranzigen Lederdrehstuhl lässig zurückgelehnt, beide Füße samt Cowboystiefeln auf der Pultkante parkend einen Song darüber singt, wie gut und vor allen Dingen wie genial doch die alte Glühlampe war!
Was soll man dazu noch sagen? Macht´s halt wie die Glühlampe und tragt´s mit Fassung ... :-) An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es einen kleinen aber doch gewissen Unterschied zwischen den Begriffen Lampe und Leuchte gibt. Den Namen Birne hingegen wollen wir doch bitte weiterhin einer schmackhaften Obstart ihr Eigen nennen.

„Mischen ist fürchterlich einfach ........... zumindest nach den ersten 10.000 Stunden am Mischpult!“

„Noch niemand hat den Regieraum eines Studios verlassen und dabei die Seriennummer des Mischpults gepfiffen!“
Gehört während eines SAE Frankfurt Grillfests von Student Fred Dobbelstein aus dem Kurs AEDF1108

„Irgendwie ein geiles Vintage-Mischpult, dieses alte NEVE VR60 in der SAE Frankfurt, aber im Grunde genommen fehlt mir doch ein Touchscreen zur Unterstützung der Bedienung!“ 
Gehört während eines SAE Frankfurt Grillfests am Bratwursttisch des unbekannten Studenten ... :-)

„Jedem, der mit Ton zu tun hat, ist zu empfehlen, dass er beim Umgang mit technischen Geräten Physik und Emotionen trennt“
Gehört während des Vortrags „Das Mikrofon zwischen Physik und Emotion“ von Jörg Wuttke (Fa. Schoeps Schalltechnik) auf der 20. Tonmeistertagung 1998 in Karlsruhe.

Technik ändert sich - Emotionen bleiben 

Auch Bassisten gehören zum täglichen Studioalltag. Aus diesem Grund an dieser Stelle ein paar Weisheiten zum Thema Tieftöner:

Das Geld liegt zwischen dem 1. und 5. Bund! (Chris Kent)
Ich werde für die Pausen bezahlt! (Siggi Zufacher)
Bassisten-Casting im Studio: „Spiel `mal Achtel!“ (Ulli Pallemanns)


wird fortgesetzt

Ulli´s Studiosprüche und Weisheiten

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